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ARCHIV 2006 - Februar 2014
The Green Wave - Die grüne Bewegung im Iran - Wie geht es weiter?
Film mit anschließender Diskussion

Am 12. Juni 2009 fanden im Iran Präsidentschaftswahlen statt. Die Hoffnungen der überwiegend jungen WählerInnen auf einen Regimewechsel waren groß. Wie eine Welle breitete sich der Wunsch nach mehr Freiheit aus. Die Farbe "Grün" der Anhänger von Präsidentschaftskandidat Mir Hossein Mussawi wurde zum allgegenwärtigen Symbol eines möglichen Wandels. Doch diese Erwartungen wurden durch die gefälschten Wahlen enttäuscht. Die anhaltenden „Wo ist meine Stimme?“ - Protestdemonstrationen wurden von den Milizen immer wieder mit brutalen Übergriffen aufgelöst. Menschen werden verprügelt, verhaftet, verschleppt und ermordet.

Als Dokumentarfilm-Collage bebildert THE GREEN WAVE das dramatische Geschehen. Interviews bekannter MenschenrechtlerInnen wie etwa der Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi, private Handy-Aufnahmen der Demonstrationen, Blog-Einträge, Twitter-Botschaften und Facebook-Nachrichten erzählen von den Gefühlen der protestierenden Menschen. Dazu webt Ahadi fiktive Handlungsstränge um die Gedanken und Erlebnisse zweier junger StudentInnen ein, die wie ein Motion Comic animiert werden.

Ali Samadi Ahadis mutige und Mut machende Collage ist ein Aufruf zum Hinschauen und Handeln, eine hochaktuelle, wachrüttelnde Chronik der "grünen Revolution" im Iran.

Ein Jahr nach den Ereignissen stellt sich die Frage, wie es weitergehen kann.

Was ist aus der grünen Bewegung geworden und wie kann sie unterstützt werden?

Werden die aktuellen Bewegungen für Demokratie in Tunesien und Ägypten möglicherweise auch Auswirkungen auf die Stimmung und die Lage im Iran haben?

Diese und ähnliche Fragen sollen im Anschluss an den Film diskutiert werden mit:

Ali Samadi Ahadi, Regisseur (“Lost Children”, “Salami Aleikum”), Köln

Parastou Forouhar, Künstlerin, Menschenrechtsaktivistin, Offenbach

Omid Nouripour, MdB, Bündnis 90 / Die Grünen, Berlin

Moderation: Florian Schwinn, hr2 kultur, Frankfurt a. M.

Termin:

Freitag, 25. Februar 2011, 20.00 Uhr

Veranstaltungsort:

Kino mal seh´n, Adlerflychtstraße 6, Frankfurt a.M.

Eintritt:

6,- Euro | 5,- Euro mit Gildepass

Veranstalter:

Heinrich-Böll-Stiftung Hessen und Bund in Kooperation mit dem Kino mal seh´n



 

Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung