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ARCHIV 2006 - Februar 2014
Was können militärische Interventionen leisten?

Lehren aus dem Beispiel Afghanistan

Politik Aktuell

 

 

Im kommenden Jahr werden die ausländischen Truppen aus Afghanistan abziehen. Drohen Parallelen zum Abzug der sowjetischen Truppen im Jahre 1989, der seinerzeit den Anstoss zum Machtwechsel in Moskau, zur Perestrojka und zur Epochenwende auslöste? In beiden Fällen sollte Afghanistan– jeweils unterschiedlich kontextualisiert – von außen stabilisiert, befriedet, entwickelt und modernisiert werden. Die Sowjettruppen hinterließen ein weitgehend zerstörtes Land, das in den Bürgerkrieg abdriftete und die Taliban mit ihrem Schreckensregime an die Macht brachte. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das von ihr gestützte Nadschibullah-Regime gestürzt, alle ehedem maßgeblichen politischen Kräfte ermordet, marginalisiert oder außer Landes getrieben. Keines der sowjetischen Interventionsziele wurde seinerzeit erreicht - im Gegenteil.

Was lässt sich daraus für den jetzt anstehenden Abzug der westlichen Truppen lernen? Was muss sichergestellt sein, damit das Land nicht aufs Neue in Chaos, Bürgerkrieg und Elend versinkt? Wie können diejenigen wirkungsvoll geschützt werden, die im Interesse einer Modernisierung des  Landes mit den westlichen Interventionskräften zusammengearbeitet haben? Können nach diesen Erfahrungen militärische Interventionen noch sinnvolle Strategien im Kampf gegen Terrorregime sein?

 

Mit:

 

Philipp Ackermann

Leiter des Arbeitsstabs Afghanistan/ Pakistan im Auswärtigen Amt, Berlin

 

Arvid Bell

Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK),  Frankfurt a.  M.

 

Nadia Nashir

Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e. V., Osnabrück

 

Manfred Sapper

Chefredakteur von OSTEUROPA, Berlin

 

 

Moderation:

Bruno Schoch

Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK),  Frankfurt a.  M.

 

 

Mittwoch, 27. November 2013, 19 Uhr

Haus am Dom, Giebelsaal, Domplatz 3, Frankfurt am Main

 

 

 

Weiterführende Links:

 

 

Arvid Bell, Verhandeln statt Bürgerkrieg: Ein Plädoyer für Waffenstillstand und offizielle Friedensgespräche in Afghanistan, HSFK-Report, Nr. 4/2013

 

 

Winfried Nachtwei, Interview zum Kunduz-Abzug auf WDR 2

 

Wikipedia-Artikel: Krieg in Afghanistan seit 2001

 

Wikipedia-Artikel: Sowjetische Intervention in Afghanistan

 

 

 

 

 



 

Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung